Technische Keramik für die Fluidtechnik

Fluidtechnik nutz keramische Werkstoffe zum Förderung und Steuern von Flüssigkeiten, z.B. durch Pumpen, Ventile und Düsen. Insbesondere bei hochwertigen Anwendungen werden chemische Beständigkeit und Verschleißbeständigkeit im Einsatz geschätzt. Eine gute Formbeständigkeit erlaubt einen sicheren Betrieb bei gleichmäßigen Betriebsbedingungen.
Diese Vorteile ermöglichen eine hohe Lebensdauer der Komponenten, erfordern jedoch auch Aufmerksamkeit bei der Herstellung und Anwendung. Auch die Auswahl des richtigen Werkstoffs aus unserem Portfolio entscheidet über den Erfolg, da diese Werkstoffe unterschiedliche Eigenschaften haben.

  • Pumpentechnik: Pumpenräder; Dichtungen; Gleitringe & Spalttöpfe; Wellen & Wellenschutzhülsen; Radial- & Axialgleitlager; Kolben & Antriebselemente
  • Ventiltechnik: Schieberventile (auch Drehschieber); Absperrklappen; Kugelventile; Ventilkörper (diverse: Kugeln, Platten, Kegel etc.); Ventilkolben & Hülsen (Steuerventile; Dosierventile)
  • Düsen: nutzen den guten abrasiven Verschleißwiderstand von Keramik. Düsen sind auf einen Betriebspunkt optimiert und erzeugen durch die Kontur der Düsenkante das gewünschte Sprühbild, abgestimmt auf das Sprühmedium. Dies umfasst neben dem Sprühwinkel auch die Größe und Verteilung des Sprühnebels. Stabile und effiziente Prozesses (Beispiel Verbrennungsmotor) erfordern das Einhalten des Sprühbildes in engen Toleranzen.

Keramische Düsen werden auch mit Feststoffgemischen betrieben (z.B. Sandstrahlen, Glasperlstrahlen). Trägermedium kann sowohl Luft als auch eine Flüssigkeit sein. Eine typische Anwendung ist das Einbringen von Kalkmehl in die Rauchgasentschwefelung. Wasserstrahlschneiden, zum Trennen von harten und zähen Werkstoffen, arbeitet mit einer Suspension aus Wasser und abrasiven Hartstoffen (z.B. Aluminiumoxid oder Siliziumcarbid) bei Drücken > 4.000 bar. Bei all diesen Anwendungen wird die Düsenkante (aber auch das Fokusierrohr) durch extrem abrasive Partikel im Gleitverschleiß beansprucht.

Anwendungen in Chemie, Analytik, Biotechnologie (Homogenisieren von Milch oder Cremes) oder Pharmazie erfordern neben chemischer Beständigkeit auch ein hohes Maß an Biokompatibilität, welche mit keramischen Werkstoffen gut erreicht wird.